Friday, August 12, 2011

INTERIM MANAGEMENT-NEWSLETTER - ADE!

Fotograf: © Struessmann – Titel: Auf WiedersehenMANATNET-Newsletter schreibe ich seit nunmehr über acht Jahren – monatlich, individualisiert und personalisiert. An zwei Zielgruppen: die bei MANATNET anbietenden Interim Manager und die dort nachfragenden Unternehmen. Der Newsletter an die Interim Manager ist sakrosankt – nicht zuletzt, weil wir dort die Projektpipeline offenlegen.

Der Newsletter an die rund 500 Unternehmenskunden steht inzwischen auf der Kippe, denn das Feedback auf diese literarische Meisterleistung ist gleich Null. Die Arbeit für den Newsletter steht in krassem Gegensatz dazu.

Das Hirn sendet Impulse: Den braucht kein Mensch!

Sieht so aus.

Stell´ das Ding ein!

Vorsicht. Möglicherweise ist der Newsletter zumindest ein Hygienefaktor: Ganz normal, wenn er kommt – aber wenn er nicht kommt, geht das Gezeter los. Unwahrscheinlich.

Wie stets in solchen Situationen frage ich diejenigen, die es wissen sollten. In diesem Fall die Unternehmen.

Also: Ein Mail an alle rund 500 mit der Bitte um Feedback zum monatliche Newsletter: Eine Seite in Word mit exakt 91 Wörtern, exakt vier Fragen – und Antwortmöglichkeiten im Multiple Choice-Verfahren mit jeweils einem Textfeld, für den, der kommentieren möchte. Ganz einfach. Zeit ist knapp. Becker, Du bist ein Gutmensch!

Eine Woche später halte ich eine Rücklaufquote von 3,6 Prozent fest. Eine Quote, die ich im Rahmen einer Mailing-Aktion als überragend empfinden würde, empfinde ich in diesem Fall als ausgesprochen mager. Enttäuschend!

Aber auch ein unmissverständliches Indiz dafür, dass den Empfängern der Newsletter tatsächlich wurscht ist!?

Ich weiß: Jeder auf Seiten der Unternehmen droht zu ersaufen in der Flut an Informationen, die auf ihn oder sie niedergeht (bei uns ist das ja anders…). Und dann obendrein noch unser Newsletter zum weltbewegenden Thema Interim Management! Womöglich wird unser Newsletter gleich im Outlook gelöscht, zumindest aber sofort weggeklickt: Um Freiräume zu schaffen.

Gut möglich.

Nichts liegt mir ferner, als jemanden wissentlich zu quälen. Und obendrein dafür auch noch Stunden zu investieren.

Vielleicht ist ein Newsletter an sich auch heute nicht mehr zeitgemäß. Ein krasser Gedanke - und doch ist er mit Blick auf wöchentlich etwa 7.500 Leser dieses Blogs nicht von der Hand zu weisen: Das sind etwa fünfzehnmal so viele Leser verglichen mit dem Newsletter! Mein Blog wird gelesen – mein Newsletter hingegen nicht: Weil er ein Foto von mir enthält? Ich komme auf krude Gedanken…!

Verglichen mit dem Newsletter hat mein Blog jedoch eine ganz andere Ausrichtung: Meine persönliche Sicht auf die Interim-Szene und hin und wieder ein paar Sonderthemen. Beileibe keine Fakten-Orientierung!

Was ist mit Twitter? Kann ich diesen Kanal an Newsletter-Statt verwenden? Vielleicht.

Facebook? Derzeit sicher nicht.

Soll ich den Newsletter ganz anders aufsetzen? Mein tief empfundenes und durch zahlreiche Vorstände gestähltes Credo „Kurz“ aufgeben zu Gunsten „Ausführlich“ – und dafür nur vierteljährlich schreiben?

Offen gestanden: Ich weiß es noch nicht.

Ich brauche Zeit zum Denken, zum Nach- vor allem aber zum Vor-Denken. Doch der September naht unerbittlich: und damit der nächste Termin für den Newsletter!

So ganz allmählich aber wird es klarer, das Bild vor meinen Augen:

Interim Management-Newsletter – ade!

Kommentare

1. Klaus-M. Schmidt schrieb...

Hallo Herr Becker, ne - nicht ade!
Klar, jeder, egal ob in Unternehmen oder privat wird heute mit Newslettern etc. zugespamt. Zudem könnte man leicht den ganzen Tag allein mit Mailbeantwortung in Outlook verbringen, müsste man nicht auch noch arbeiten. Da eine Antwort auf den Newsletter bekommen zu wollen, ist schlichtweg Wunschdenken, beantworten heute doch viele Personalabteilungen noch nicht mal Bewerbungen. Und die Geschäftsführung (selbst wenn hier oft für IM die beauftragende Stelle ist), wird noch weniger als HR eingreifen!
Wenn kann nur helfen, dass ein Schlagwort im Betreff Aufmerksamkeit erzielt.
Ansonsten unterhält sich die IM Branche doch vorwiegend mit sich selbst, egal ob in Xing oder sonst wo - aber nicht mit den Zielmärkten der Interim Manager! Und dahin muss die Angel ausgeworfen werden, da muss besser angefüttert werden, da fehlt die Selbstverständlichkeit und "interim Management" immer noch als Begriff, da wird die Vermischung mit "Zeitarbeit" toleriert, wozu die Geschäftsmodelle vieler Vermittler auch leider beitragen.
Insofern einfach "Kopf hoch, packen wir es an" und weiter!

2. Jürgen Becker schrieb...

Danke für Ihren Beitrag, Herr Schmidt,

ich denke, Ihre Empfehlung "Stichwort ins Betreff" ist gut. "Newsletter" im Betreff ist in der Tat nicht so prickelnd.

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