BIN AUCH FUER INTERIM MANAGEMENT OFFEN
Es ist nicht zu übersehen: Während die Unternehmen in den Jahren 2006/2007 vor der Schwierigkeit standen, Positionen zeitnah in Festanstellung zu besetzen, haben nunmehr die Mitarbeiter die Schwierigkeit, Positionen in Festanstellung zu finden.
Das ist leicht nachvollziehbar: Während die Unternehmen derzeit nur in Ausnahmefällen neue Positionen schaffen oder vakante Positionen besetzen (geringes Nachfrage), sind vermehrt Menschen am Markt, die einen neuen Job suchen, weil sie den bisherigen grad verloren haben (erhöhtes Angebot).
Abgesehen davon, dass eine solche Situation in aller Regel zu sinkenden Preisen, sprich: Gehältern, führt: Diese Situation führt auch dazu, dass sich diese Menschen einer Flut von Absagen sowie längeren (und zum großen Teil) ungewohnten Phasen der Arbeitslosigkeit gegenüber sehen.
In der hiesigen und aktuellen Denkwelt nagt dies enorm am Selbstbewusstsein der Menschen. Existenzängste erhöhen zudem den Druck, neue Wege zu gehen, um alternative Cash-Inflows zu erschließen.
Auch das ist nachvollziehbar und nicht zu kritisieren.
Schon während der letzten Krise in den Jahren 2002 bis 2005 hatte sich gezeigt, dass das Interim Management als ein solcher alternativer Weg zum Cashflow angesehen wird – unter der Überschrift: „Wenn ich schon keinen festen Job bekomme, dann mache ich wenigstens Interim Management – bis ich wieder einen festen Job finde“.
Hinter dieser Denkwelt verbergen sich zumindest fünf Erwartungshaltungen:
1. Ich bin für Interim Management geeignet.
2. Die Unternehmen stellen zwar nicht fest ein – aber Interim Manager beschäftigen sie zuhauf.
3: Ich bestehe den Wettbewerb mit Interim-Professionals, die im Interim-Geschäft seit Jahren tätig sind.
4. Ich bekomme einen Auftrag als Interim Manager schnell.
5. Diesen Auftrag bekomme ich über Interim-Provider.
Jede dieser fünf Erwartungshaltungen steht auf sandigem Fundament.
Mit jeder dieser fünf Erwartungshaltungen werde ich mich an den kommenden Freitagen in meinem Blog beschäftigen – möglicherweise das eine oder andere Mal unterbrochen durch aktuelle Themen.
Ich werde erläutern, weshalb er in aller Regel scheitern wird – der Ansatz:
Bin auch für Interim Management offen.
Kommentare
1. Kai+Otte schrieb...
Mal wieder ein Volltreffer, Herr Becker!
2. Thomas+Cords schrieb...
Guten Morgen! Mal wieder sehr pointiert den Nagel auf den Kopf getroffen. Selbstständigkeit muss man wollen und können. Sie ist kein Parkhaus für Lebenskrisen geschüttelte Konzernsoldaten.
13.02.2010