Friday, March 20, 2009

GIBT'S WAS NEUES, HERR BECKER?

Jeder weiß, MANATNET arbeitet anders als alle anderen Interim-Provider. Nicht alle finden das gut. Wir schon.

Heute denke ich dabei nicht an Geschäftsmodelle, offene Datenbank oder Direktes Kontrahieren oder sonstige „Hard Facts“.

Heute denke ich an Kommunikation – an unsere Regelkommunikation während der Geschäftsanbahnung:

Die Information an Interim Manager, dass ein Kunde grundsätzlich Interesse hat. Und die daraus inzwischen zwingend erforderliche Verifizierung der jeweiligen Verfügbarkeit (Dieses Datenbankfeld könnten wir uns theoretisch schenken, so schlecht wird das von den Interim Managern gepflegt!)

Die Information, dass der Klient den Lebenslauf angefordert hat – oder, dass der jeweilige Interim Manager nicht in die engere Auswahl gekommen ist.

Die Information, dass ich mit dem Klienten im Dialog stehe und mich melde, sobald ich neue Informationen habe.

Die Information über den Status, wenn ich Feedback erhalten oder eben nicht erhalten habe, denn: An ein paar Fingern kann ich abzählen, wie viele Klienten sich an ihre selbst gesetzte Deadlines halten. Ich weiß, dass ich mit dieser mathematischen Höchstleistung in bester Gesellschaft bin.

Dennoch klingelt regelmäßig das Telefon – und dann folgt genau das: „Herr Becker, gibt´s was Neues?“

Regelmäßig mache ich dann ein paar Atemübungen und antworte höflich: „Nein, tut mir leid. Sie wissen doch: Die Kunden sind um den Faktor 10 langsamer als Sie und wir.“, denn die Interim Manager sind meine Kunden.

Und ich ringe regelmäßig den kleinen Teufel in mir nieder, der rebelliert und ganz anders antworten möchte.

Mein kleiner Teufel – im ironischen Modus:

„Gut dass Sie anrufen und mir ein kleines Gehirnjogging spendieren. Bitte warten Sie einen Augenblick und lassen Sie mich kurz ein paar Synapsen unter Starkstrom setzen: Ich weiß dann sofort, von welchem Projekt Sie reden, wo wir stehen und wie es gleich weiter geht.“

Oder – mein kleiner Teufel im sarkastischen Modus:

„Ja klar. Aber ich hab mir gedacht, ich sag mal nichts und warte bis Sie anrufen.“

Oder – mein kleiner Teufel im arroganten Modus:

„Oh! Gut, dass Sie anrufen. Hätte ich fast vergessen: Der Kunde möchte Sie in einer halben Stunde in seinen Büros treffen. Das schaffen Sie doch sicher, oder?“

Oder – mein kleiner Teufel im bitterbösen Modus:

„Ja, wenn mich Ihr Anruf nicht davon abgehalten hätte, beim Klienten nachzufassen: Leider fehlt mir jetzt die Zeit dafür!“

Von Beginn an gilt MANATNET als Interim-Provider mit vorbildlichem Kommunikationsverhalten: Schnell, durchgängig und ehrlich.

Offenbar ist unsere Kommunikation derart gut, dass manche das kaum glauben können.

Während ich heute schreibe, flüstert mein kleiner Teufel diabolisch grinsend: „Gell, Du kannst es nicht mehr hören, dieses: „Gibt´s was Neues, Herr Becker?““

Kommentare

1. Wolfgang+Schenk schrieb...

Hallo Herr Becker, gibt’s was Neues?

Ich kann Ihnen meinen Kommentar zu diesem Blog leider nicht ersparen. Diese Anrufe meiner Kollegen, kann ich vollkommen nachvollziehen, auch wenn dieses Verständnis nichts mit dem Kommunikationsverhalten von Ihnen zu tun hat.

Sie halten, sollte es einmal so weit kommen, diese sehr korrekt ein und informieren zuverlässig. Es gibt da außer Ihnen noch ein paar, welche dies auch so halten.

Mehr als die Hälfte Ihrer Kollegen tragen aber zu den beschrieben Anrufen Ihrer Kunden, den Interimsmanager/Innen bei. Diese haben oft nicht einmal eine schlechte, sondern gar keine Kommunikation.

Ich schreibe bewusst, die meisten Provider halten nichts von Kommunikation mit Ihren Managern. Diese geben eine Ausschreibung raus, mit Frist für die CV-Abgabe und dann ist Ende. Wenn Sie nicht Nachfragen, haben Sie auch nach Jahren diese Ausschreibung in Ihrem Terminassistenten in der Wiedervorlage.

Wenn Sie Nachfragen hören Sie oft im Du bist lästig-Ton: „Wenn Sie in Frage gekommen wären oder der Kunde (Auftraggeber) Sie hätte sehen wollen, dann hätten wir uns ja gemeldet. Nach dem wir uns nicht gemeldet haben, kommen Sie nicht in Frage, denn es gibt genug andere nicht nur Sie“.

Das Nenne ich dann die feine Kommunikation.

Wenn es genug gibt, brauche ich aber keine Ausschreibung, oder? Eine Ausschreibung zu beantworten bedeutet aber auch für die Manager/Innen einen Aufwand, nicht nur für die Provider.

Dass sich anders herum die Manager, auf Grund von Anfragen nicht melden, d.h. zumindest absagen finde, ich aber auch nicht die feine Art. Ich finde aber, ganz persönlich, dass die gegenseitige Wertschätzung nicht vorhanden ist. Dazu leisten aber Manager/Innen und Provider ihren Beitrag.

Verärgerung rufen natürlich auch Ausschreibung auf den diversen Foren heraus, wo Provider Projekte platzieren welche gelistete Manager/Innen erfüllen könnten, aber sich die Sachbearbeiter/Recruiter/Profiler nicht die Mühe machen sich um Ihre bereits bestehenden Mitglieder zu kümmern.

Dann gibt es wieder Provider, die lassen bereits vergebenen Projekte auf ihrer Web-Site stehen, um ja genug Projekte, zumindest optisch, anzubieten: Tatsache!

Das da nachgefragt wird ob diese noch offen sind, darf man aber niemanden verdenken.

Aus eigener Erfahrung kann ich Ihnen aber noch etwas sagen: Je mehr Provider ihre Projekte an den engeren Bekanntschaftskreis bzw. Freunde vergeben und dadurch sehr viele andere außen vor lassen, werden diese immer mehr darum kämpfen müssen, Projekte zu bekommen. Dazu gehört auch die ständige Aquise und Projektnachfrage und es ist nicht leicht zu differenzieren, welchen seiner Provider ruft man an oder nicht.

Es gibt ja Provider die beschweren sich, dass man nicht Kontakt hält.

Wolfgang Schenk

Name
URL
Email
Email Adresse wird nicht veröffentlicht
Remember Me
Kommentar

CAPTCHA
Tippen Sie nachstehende Zeichen ein