Friday, August 22, 2008

BRAUCHT INTERIM MANAGEMENT EIN BLOG?

Vor ziemlich genau einem Jahr haben wir unser Blog freigeschaltet – und waren damit wieder Vorreiter im Interim-Markt. Ein Jahr später können wir festhalten: Nur ein befreundeter Interim-Provider hat nachgezogen. Aber: Beide Blogs unterscheiden sich elementar.

Als kritischer Beobachter der Szene frage ich mich: Bin ich auf dem richtigen Weg mit dem MANATNET-Blog?

Erinnern wir uns: Ein Blog ist eine Wortkreuzung aus engl. World Wide Web und Log (für Logbuch) - also ein Tagebuch im Internet. Öffentlich zugänglich. Man stelle sich das einmal vor!

Welch ein Wandel – heute gern auch „Paradigmenwechsel“ genannt! Ich kenne noch Zeiten, da wurden Tagebücher mit Laschen und Schlössern hergestellt und nach dem Eintrag sorgsam mit kleinen goldfarbenen Schlüsselchen in einem fast sakralen Akt für dritte Augen versperrt. Und obendrein den Tiefen der Nachttischschublade zur Doppel-Sicherung übergeben – zumindest aber sorgsam unter den Kuscheltieren verborgen.

Dass ein Dritter das Tagebuch läse, war für beide Seiten ein schier unvorstellbarer Vorgang: Ein tief verletzender Einbruch in die intimste Intimsphäre aus Sicht des Autors – und ein vehementer Tabubruch im Rahmen der gegebenen Sozialisierung aus der Perspektive des voyeuristischen Lesers. Von dritter Seite ein Kommentar im Tagebuch? Undenkbar! Es hätte den Eindringling verraten – ganz ohne DNA.

All das ist vorbei, vaporisiert – vanished in the haze. Und das noch auf Betreiben der Autoren, deren Ziel sich komplett umgekehrt hat: Kommet zu Hauf und leset!

Und kommentieret meine Tagebuchergüsse!

Nun gut – so sei es! Aber es bleibt ein Tagebuch. Oder ein Wochenbuch – wie in unserem Fall.
Laut Wikipedia ist ein Tagebuch „eine autobiografische Dokumentation in chronologischer Form. Es gibt einen frischen Eindruck des Erlebten wieder. In einem Tagebuch werden Erlebnisse, aber auch Stimmungen und Gefühle aufgezeichnet, um die Gegenwart für die eigene Zukunft zu bewahren. Ein Kennzeichen aller Tagebücher ist die Regelmäßigkeit des Berichtens.“

Daher schreibt nur einer das MANATNET-Blog und das regelmäßig – um Erlebnisse, Stimmungen und Gefühle aufzuzeichnen und somit einen klaren Gegenpol zu unserem monatlichen Newsletter „Fakten zu MANATNET“ zu setzen: Das war von Beginn an das Ziel unseres Blogs.

Nur dadurch schaffen wir etwas anderes als die Informationen am Marktplatz oder im Newsletter – und, ja, unterhalten vielleicht sogar ein wenig. Nicht zufällig habe ich den Freitagnachmittag für meine Einträge gewählt.

Liege ich möglicherweise falsch?

Kommet zu Hauf und leset! Und kommentieret diesen meinen Tagebucheintrag! Nicht, dass ich doch wieder zu kleinen goldenen Schlüsselchen greife…

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