Friday, June 20, 2008

MEETING-MANIA IM INTERIM MANAGEMENT - DIE ZWEITE

Vor über einem halben Jahr hatte ich mich schon einigermaßen skeptisch dazu geäußert: Die Inflation der Meetings rund um das Thema Interim Management. Heute nun traf ich einen Interim Manager kurz auf einen Kaffee. Der Interim Manager sprach das Ausufern der Events, Meetings oder Treffen an – aus seiner Sicht ein Ego-Trip der Veranstalter.

Ich möchte dieser Kritik nicht unbedingt zustimmen, denn ein richtig gutes Treffen wie zum Beispiel das AIMP-Jahresforum vor zwei Wochen ist richtig viel Arbeit. Mein Ego kann ich weniger aufwendig balsamieren.

Aber die Frage sei gestattet: Haben wir genügend „Content“, haben wir genügend Inhalte im Interim-Geschäft, um diese vielen Treffen richtig gut auszurichten? Denn nichts anderes werden die Interim Manager erwarten. Und ich meine: Richtig gut, nicht nur „Wer kann denn da mal einen Vortrag halten?“

Ich denke: Nein, wir haben nicht genügend Inhalte!

Prompt hat die DDIM für ihr Treffen in Berlin-Brandenburg „noch Plätze“ frei und der AIMP sagt sein Forum Interim Management in Frankfurt ab.

Die Zeichen sind eindeutig: Haltet ein!

Besinnen wir uns also darauf, was die vorrangige Aufgabe der Interim-Provider ist: Das Akquirieren von Interim-Mandaten für die Interim Manager. Auch dann bleibt immer noch ein wenig Raum für eine richtig große Veranstaltung – möglicherweise unterstützt durch monatliche informelle Treffen zum Austausch in vergleichsweise kleinem Kreis beim Abendessen, wie wir das bei MANATNET vor fast drei Jahren eingeführt haben.

Kommentare

1. Klaus+Jürgen+Voss schrieb...

Klasse statt Masse.:-D
So wie es MANATNET macht, ist es schon prima.

Ein Jahrestreffen reicht, da trifft man dann auch die Schlüsselpersonen der klassischen Provider mal wieder ganz persönlich. Umso besser!

Warum sollte sich ein Interimmanager laufend beim Schaulaufen seiner Wettbewerber tummeln? Der Markt für Projekte ist wahrlich woanders. Interimmanager machen doch sehr selten Geschäfte untereinander. Oder nicht?
Der Content des letzten AIMP-Jahresforum war Klasse, besonders Niland und Deinhard.
Handfeste Tips für das laufende Geschäft.

Respekt und Dank für die Auswahl. Denn nicht alle "Fische" können bei den Providern angelandet werden.

2. Wolfgang Schenk schrieb...

Hallo.
Ich sehe diese Meetings aus 2 verschiedenen Perspektiven.

1. Wenn ich als Interimsmanger in einem Projekt unter Vertrag stehe, überlege ich es mir schon ob ich 1 bis 3 Tagessätze liegen lasse und zusätzlich vielleicht auch noch den Kunden verärgere.
Die Kosten sind also schon groß (Tagessätze + Anreisekosten + Nächtigungen + Seminarbeitrag).
2. Ich finde auch das Argument von Herrn Becker wichtig: "Wer kann einen Vortrag halten". Ich habe, bei den von mir besuchten Veranstaltungen, noch kaum einen guten Vortragenden erlebt.
Die meisten können kaum Wissen weitergeben, die anderen wollen es aus taktischen Gründen nicht.
Für beide Fälle ist die Zeit zu schade. Daher gehe ich nur zu diese Veranstaltungen wenn ich sonst nicht zu tun habe. Ist zwar auch nicht ganz richtig, aber eine Möglichkeit.

Schade für unsere Leidenschaft dem Interimsmanagement.

Ich sehe es gegensätzlich, wie üblich, nämlich so:
"Wer Wissen weitergibt, wird wissender"

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