Saturday, May 3, 2008

FUENF JAHRE EUROPAS EINZIGER MARKTPLATZ FUER INTERIM-MANAGEMENT

Trotz allem: Heute vor genau fünf Jahren waren wir enorm nervös. Klar, wir hatten ein Jahr in Vordenken und Vorbereiten investiert. Klar, die Markttests waren viel versprechend (Eine „Win-Win-Situation für beide: Unternehmen und Interim Manager!“). Klar, wir hatten alle guten Tugenden des Projektmanagements, die wir bei debis Systemhaus und Accenture gelernt hatten, auf das eigene, neue Unternehmen für Interim Management übertragen und konsequent angewandt. Dennoch: Wie vieles war dennoch in all den früheren Jahren schiefgelaufen!

Nichts lief schief – rein gar nichts: Und bis heute läuft Europas immer noch einziger Marktplatz für Interim Management mit einer überragenden Verfügbarkeit. Einen einzigen halben Tag „Downtime“ hat es gegeben innerhalb von jetzt 60 Monaten! Allerbeste Performance.

Unser Einstieg ins Interim-Geschäft erwies sich damals als erheblich schwieriger als erwartet. Zugegeben: Auch wir konnten die seit langem heftigste und hartnäckigste Rezession in Deutschland nicht voraussehen. Aber die belastenden Ausmaße und die Auswirkungen dieser Rezession waren doch ganz erheblich und vaporisierten unsere viel versprechenden Markttests aus den Monaten davor. Ich werde das nie vergessen: Die FAZ schrieb vom „Mehltau über Deutschland“.

Na super!

Wir gründeten unseren Marktplatz für Interim Management mitten in eine Phase, in der die Unternehmen an alles dachten, nur nicht an Interim Manager. Das alles bestimmende Ziel lautete: Personalabbau! Nicht besonders innovativ, aber letztlich haben es alle gemacht – und damit konnte wieder jeder – wie stets – die Maßnahmen ex post als völlig richtig erklären.

Heute allerdings suchen die Unternehmen die Mitarbeiter händeringend – und finden sie nicht. Tatsächlich nicht?

Wir hatten vorausgesehen – Karl Heinz Achinger sei Dank! –, dass wir vom Wettbewerb vehement attackiert werden würden. Mit völliger Transparenz in den Interim-Markt einzutreten, während der Wettbewerb fette Margen in der Intransparenz einstreicht. Offen zu legen, wie einige Wettbewerber ihre unwissenden Kunden dazu bringen, überhöhte Preise zu zahlen: Dafür überschwängliche Zuneigung zu erwarten, war von Beginn an weltfremd – und ist es noch heute.

Also hatten wir Prügel erwartet. Um das Ausmaß jedoch in Grenzen zu halten, durften wir nicht mehr Angriffsfläche bieten als nötig.

Eine mögliche offene Flanke hatten wir auf Karl-Heinz Achingers Rat hin gleich zu Beginn geschlossen: Eine nicht ausreichende Qualität der Interim Manager. Dies hätte es dem Wettbewerb erlaubt, unser Modell zwar als günstig, aber als qualitativ minderwertig (und genau deshalb ja günstig…) im Interim-Markt abzuqualifizieren.

Mit unseren hohen Qualitätsvorgaben für anbietende Interim Manager haben wir diese Flanke derartig zubetoniert, dass sie unangreifbar wurde – was den Wettbewerb noch weiter provozierte, zumal wir bereits in einigen Fällen den gleichen Klienten die gleichen Interim Manager angeboten haben – zu unterschiedlichen Preisen halt!

Was darüber hinaus aber teilweise abging – und zwar aus einer Ecke, aus der wir das nicht erwartet hatten, ist dann aber doch in unsere noch junge Geschichte eingegangen!

Unter der Federführung des DDIM mit seiner selbsternannten und zudem sakrosankten Meinungsführerschaft in Sachen Interim Management wurde unser Geschäftsmodell als nicht professionell eingestuft und MANATNET somit flugs für nicht DDIM-fähig erklärt. Da waren wir aber traurig!

MANATNET (gemeint bin ich selbst) wurde zur ‚Persona noch Grata’, zum ‚Enfant Terrible’ im Interim-Geschäft erklärt. Ein Schelm, der Angst vor wirklich neuartiger Konkurrenz dahinter vermutet!

Obendrein verliehen uns Vertreter von Interim Providern innerhalb des DDIM im vergangenen Jahr kurzerhand die Auszeichnung ‚Wald-und-Wiesen-Anbieter’ und drohten einem Interim Manager, ihn aus dem eigenen Pool „zu schmeissen“, sofern er weiterhin mit MANATNET zusammenarbeiten würde. Doch tatsächlich Angst?

Und wenn es so ist: Ganz sicher werden wir unserer Linie treu bleiben. Wir werden weiterhin für Offenheit, Transparenz und Fairness stehen. Wir werden unseren Wettbewerb respektieren und wir erwarten im Gegenzug, dass der Wettbewerb uns respektiert – nicht, dass er uns lieb hat. Und wir werden unverändert für ausgeprägte Kundenorientierung stehen – für beide Kunden: Unternehmen und auch Interim Manager.

Und – hier ist unser Wunsch für die nächsten fünf Jahre: Dass die Innovationskraft in den deutschen Unternehmen auch das Personalmanagement erreicht und dass Interim Management als eine – nicht die allein selig machende! – Option für die Personalbeschaffung anerkannt wird, wie in anderen Ländern auch.

Denn auch nach fünf Jahren weiß rund die Hälfte der Unternehmen nicht, wovon wir reden.

Kommentare

1. scribamus schrieb...

Was soll man ihm wünschen einem "Enfant Terrible", vielleicht dass es erwachsen wird ? Nein, wohl eher, dass es die Anderen weiter ansteckt mit seiner Frische und Ideenkraft und vielleicht doch am Ende mehr Gemeinsamkeiten entstehen als Trennendes ?

Alles Gute MANATNET !

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