Friday, March 7, 2008

NOERGELMANN - ODER VON SCHULFREUNDEN UND MUETTERN

Erst kürzlich sagte mir ein Schulfreund: „Ich bin mir nur nicht so sicher, ob der Blog mit dieser Ausrichtung strategisch so sinnvoll ist. Ich denke zwar immer, was ich sage, doch sage ich nicht alles, was ich denke... etwa über Kunden... oder über Termintreue.

Was wäre, wenn Deine Einlassungen als notorisches Nörgeln oder gar Jammern gegen Dich verwendet würden? Die den Blog lieben, hast Du sicher auf Deiner Seite... aber es geht eben um die, die Du interessieren und gewinnen möchtest!“

Ich gebe gern zu: Das hat mich zutiefst erschüttert! Aber dafür sind ja Schulfreunde da!

Ich werde also aufpassen, dass mein Blog sich nicht zur Beckerschen Freitagsnörgelei entwickelt. Dennoch, so fürchte ich, werde ich immer etwas mehr von dem preisgeben, was ich denke. So ein ganz klein wenig fühle ich schon als Weltveränderer. Deshalb mache ich ja auch solch einen neumodischen Kram wie MANATNET.

Meine Mutter ist im Übrigen auch erschüttert über mein Blog. Ihrem „Das kann ich kaum glauben!“ folgt aber stets ein „Ausdenken kann man sich soviel aber auch nicht. So kreativ bist auch Du nicht, mein Sohn!“

Schliesse ich also heute meinen Eintrag in bester Laune und mit einem Blick aus dem Fenster – in den strahlenden Sonnentag in Baden und baue ich das Foto ein, was ich schnell geschossen habe.

Es wird Frühling – kein Grund zum Nörgeln!

Da fällt mir ein: In den siebziger und achtziger Jahren gab es in der Zeitschrift „fotomagazin“ eine regelmäßige Kolumne: „Nörgelmann“. Der Autor, Alexander Borell, ist inzwischen leider verstorben. Er kritisierte damals Neuerscheinungen auf dem Kameramarkt. Es war der mit Abstand meistgelesene Artikel im Heft, viele lasen ihn als erstes, ja, es gab sogar richtige Fangemeinden. Und: Man konnte sich wunderbar über diese Artikel streiten – und jeder in der Szene sprach darüber …

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