Friday, April 29, 2011

KISS ME KATE

Fotograf: © witziok - KuesschenNein, ich werde nicht auf Kate und William eingehen:

Kein Sender, der heute nicht Bilder der „Hochzeit des Jahres“ liefern wird. Auf dass ihre Klientele auch ja nichts versäume, haben einige private Sender während der vergangenen Tage in den Bildschirmecken präzise herunter gezählt – noch 3 Tage! Auf dass auch diejenigen Zuschauer klarkommen, die den Gregorianischen Kalender und die Grundrechenarten nicht in vollem Umfang zur Deckung bringen.

Selbst die öffentlich-rechtliche ARD meint, seine Sendung mit dem launigen „Küss mich, Kate!“ überschreiben zu müssen.

Kein Blatt der Yellow-Press, das sich dieses Ereignis entgehen lassen wird: Um endlich einmal wieder hohe Auflagen zu feiern - und vorher die Tiefdruck-Rotationen und Offset-Boliden auszulasten.

Ein wenig gezuckt habe ich dann doch, als Das Erste heute Morgen seinen Frühbericht von der Frankfurter Börse in launiger Union-Jack- und Teekannen-Deko präsentierte. Prompt kam der Moderator zwischen Euro und Pfund ins Schleudern: „Entschuldigung!“

Ein Zeichen neuer Zeiten: http://twitter.com/#!/royalwedding hatte bereits gestern Abend knapp 35.000 „Followers“, heute Morgen um 8.30h waren es ziemlich genau 44.500 „Followers“ und jetzt, während ich das schreibe, sind es 66.777 „Followers“. Nebenbei: Es gab mindestens noch drei weitere „Wedding-Accounts“ bei Twitter.

Im Gegensatz hierzu und alle Jahre wieder nach der Vor-Osterwoche dann auch in der Nach-Osterwoche das Interim-Geschäft praktisch zum Erliegen. Dynamik? Fehlanzeige!

Und der heutige Tag legte dann noch einmal eins drauf: Heute herrscht praktisch Funkstille! Ich habe den Eindruck, die eine Hälfte ist noch in den letzten Zügen ihrer Osterferien – und knapp die andere Hälfte ist wohl doch näher dran an Kate und William als ich dachte.

Der marginale Rest des Landes vertreibt sich die Zeit – zum Beispiel mit Blog-Schreiben.

Unverdrossen stelle ich mir vor, dass wir uns am Montag einfinden werden zu nur ein ganz klein wenig Arbeit. Aber nein, ich habe keine überzogenen Erwartungen: Immerhin werden wir uns ja nach den Ferien ein wenig akklimatisieren müssen. Und der eine oder die andere wird das unter erschwerten Bedingungen tun – und womöglich noch immer träumen:

Kiss me Kate.

Friday, April 22, 2011

WILLST DU EINEN GRUSS VON MIR, DANN HOL IHN DIR

Foto: © Steve Evans - GrussDie Karwoche - für all‘ die, die dieses Wort aus prä-digitalen Zeiten zu ihrem Wortschatz zählen - die Karwoche lädt zum Nachdenken ein: Wie ihre kalendarischen Anverwandten vor sowie nach Weihnachten und Pfingsten schafft sie Freiräume, für den, der offen dafür ist:

Seit Freitag vergangener Woche sind viele Menschen bereits im Urlaub (der ADAC hatte seine turnusmäßige Kritik an feiertäglich überzogenen Spritpreisen aus der Wiedervorlage gekramt), der Rest folgte spätestens gestern gegen 15.00 Uhr, was die Staumeldungen in vor-feiertäglich typische Höhen (320 km) schnellen ließ. Und ewig grüßt das Murmeltier.

Für diejenigen unter uns, die sich aus dieser vor-österlichen Stampede heraushalten, wird es ruhig: Ich halte mich heraus, für mich wird es ruhig.

Während dieser Ruhephase sind alle Sinne weiter auf Empfang, aber eben nicht mehr unter Volllast. Umso mehr scheinen meine Sinne alles aufzusaugen, was ihnen vor die Rezeptoren kommt.

Es gehen Osterwünsche ein – nicht mehr so sehr als netter Abschluss netter E-Mails von netten Geschäftsfreunden: Nein, das „posted“ „man“ heute bei Facebook und noch viel mehr – Achtung (!) – als Statusmeldung bei XING.

Ein launiges „Hallo Netzwerk!“ Ein Pars pro Toto im Zeitalter von Social Media.

Und kein bisschen innovativ: „Wünsche allen frohe Ostern!“ Hey, super! Ich warte auf die modisch abgekürzte Version: WafO! Womöglich bereits in der kommenden Saison – spart das doch 19 Tastenanschläge.

Auf dass man all seine Kontakte glücklich mache und nebenbei über eine solche epochale Statusmeldung (O-Ton XING) „bis zu 70 Besucher“ auf sein Profil leite…

Da freut sich die XING-Kontakt-Gemeinde aber und sie jauchzt in österlicher Freude!

Das gestrige Highlight: „Bevor ich in den Urlaub fahre, wünsche ich allen XINGERN noch frohe Ostern! Nach dem Urlaub geht es dann im Sauseschritt weiter!“

Allen „XINGERN“. Frohe Wünsche im allumfassenden Rundumschlag an meine „Community“, der ich hiermit meine tief empfundene Wertschätzung ausdrücken möchte.

„Noch“! Sorry, ich bin grad dabei, mich in die Stampede einzureihen – und hab´s grad noch geschafft, mich durch diese Statusmeldung vorsorglich, dafür allumfassend, zu exkulpieren.

Und dumm, wenn Du´s halt nicht gelesen hast: Mehr kann ich nun wirklich nicht mehr machen.

Merke: Willst Du einen Gruß von mir, dann hol ihn Dir!


PS: Als Drohung steht uns nach dem Urlaub dann der „Sauseschritt“ bevor!

Gott bewahre!

Das Vaterunser bahnt sich seinen Weg unnachgiebig in mein Hirn, klar, heute am Karfreitag:

Und erlöse uns von dem Übel….

Friday, April 15, 2011

UND NOCH MEHR TOLLE EINBLICKE

Selbst eine junge Branche wie das Interim Management hat Ihre Rituale: So stellen wir traditionell die ersten Ergebnisse der AIMP-Providerumfrage im Rahmen des Münchener Regional FIMs den Interim Managern vor – ein erster Einblick noch vor der Presse: Eine Art VIP-Service für Interim Manager des AIMP. Die komplette Studie stellt der AIMP dann beim Jahresforum 2011 am 21./22. Mai vor, das auf der Burg Schwarzenstein in Geisenheim-Johannisberg (bei Eltvillle) stattfinden wird. Ein toller Ort und ich freue mich wirklich darauf!

Was war das gestern für eine tolle Veranstaltung, die ZMM organisiert hatte!

Gute Referenten gaben weitere attraktive Einblicke: Martin Prager (Pluta Rechtsanwalts GmbH) zum Thema „Nach der Krise ist vor der Krise“ aus der Sicht eines führenden Insolvenzverwalters: Überraschend erfrischend! Und Dr. Anselm Görres entwickelte unter der Überschrift „Raus aus der Krise – und nun wohin?“ Denkansetze über den Mainstream hinaus.

Toll! Wirklich schön.

Okay, dass zeitgleich die Bierprinzessin eines regionalen bayrischen Brauerei-Verbandes gekürt wurde und somit zahlreiche hübsche Damen in hübschen Dirndl hübsche Einblicke eröffneten (manchmal hat meine Größe tatsächlich Vorteile!): Das war dann doch eher ein Zufall!

Und noch mehr tolle Einblicke!



Bild mit freundlicher Genehmigung www.spirofrog.de

 

 

Friday, April 08, 2011

IM AUGENBLICK HAT DER WETTBEWERB RUHE VOR UNS

Fotograf: © Heinz Hasselberg - 'Eine heisse Angelegenheit'Genau vierundzwanzig Stunden nach dem Relaunch von MANATNET hatten exakt 393 Journalisten unsere Pressemitteilung zum Relaunch vom Presseportal pressrelations.de heruntergeladen.

Unfassbar! Offenbar hatten wir ´was zu sagen – außerhalb der unsäglichen „Der Interim Manager schnappt sich kurz nach sechs seinen Trolly, küsst sein Weib im Vorbeigehen und hechelt zum Flughafen: Denn er muss mal wieder ein Unternehmen retten“-Widerkäuerei.

Wir sind recht zufrieden mit dem, was wir in den vergangenen drei Monaten mit unserem Partner, April & June Web Solutions in Berlin, geschaffen haben.

Nein, eigentlich sind wir recht stolz darauf, hier bei MANATNET.

Nein, eigentlich sind wir recht platt, hier bei MANATNET

Gestern habe ich die nächsten Schritte angeschoben, jedoch:

Im Augenblick hat der Wettbewerb Ruhe vor uns.

Friday, April 01, 2011

SIE WERDEN VIELE MITMENSCHEN ERSCHRECKEN

Fotograf: © coexistenz - 'St. Joan'Ein Interim Manager kündigte eine Stunde nach meinem Blogeintrag vom letzten Freitag die Zusammenarbeit mit MANATNET. Einen Zusammenhang mit meinen freitäglichen Zeilen gab es aber wohl nicht.

Für sich sauber leitete er ein vermeintliches Sonderkündigungsrecht aus „wichtigem Grund“ ab. Wir haben die Kündigung dennoch akzeptiert, denn eine gedeihliche Zusammenarbeit ist aus unserer Sicht auf einer solchen Basis nicht möglich.

Hier die Argumentation des Interim Managers:

Zitat Anfang

„Selbstverständlich sind Sie stets daran interessiert, Ihr Unternehmen an neue Marktgegebenheiten anzupassen. Damit sind sicher Ihre verschiedenen Initiativen in der Vergangenheit zu erklären. Aus unternehmerischer Sicht ist dies natürlich prinzipiell zu begrüßen. Leider setzen Sie diese Initiativen immer einseitig, das heißt ohne Einbeziehung der Interim Manager, um.

Schon mit dem Solidaritätsabschlag war ich nicht einverstanden, wie Sie dies meinen Mails zu diesem Thema entnehmen konnten.

Mit der jetzigen Öffnung zu Facebook, Twitter & Co. ist nun ein Punkt für mich erreicht, an dem eine weitere Zusammenarbeit mit MANATNET nicht mehr möglich ist.

Skeptisch gegenüber einem rein internetbasierten Providermarktplatz ohne persönliche Betreuung war ich von Anfang an, da ich der Überzeugung bin, das Marketing bzw. Vertrieb immer auch persönliches Geschäft ist. [Anmerkung JB: Der Interim Manager war seit Januar 2007 dabei].

Des Weiteren stellt sich im Internet grundsätzlich die Frage nach dem Datenschutz. Mit Plattformen wie Facebook, Twitter, XING usw. arbeite ich aus datenschutzrechtlichen Gründen prinzipiell nicht zusammen.

Da ich dies auch über den "Umweg" MANATNET nicht ändern werde, kündige ich hiermit meinen Interim Manager Vertrag vom Tag/Monat/2007 aus wichtigem Grund mit sofortiger Wirkung. Ich sehe hier einen wichtigen Grund für eine sofortige Kündigung als gegeben an, da ich den Schutz meiner persönlichen Daten gefährdet sehe.

Ich besitze keine Verfügungsgewalt über meine bei Ihnen gespeicherten Daten und insofern können bis zum Wirksamwerden einer ordentlichen Kündigung und der zwischenzeitlichen Öffnung zu den genannten Internetplattformen Umstände eintreten, aus denen mir erhebliche Nachteile entstehen.“

Zitat Ende

Selbstverständlich bin ich auf jeden Kritikpunkt eingegangen: Von „ohne Einbeziehung der Interim Manager“ bis „“ohne persönliche Betreuung“, denn offene Kommunikation gehört zu den hehren Werten von MANATNET.

Die Kritik am Datenschutz hat mich jedoch hart getroffen, zumal sie sachlich nicht zu halten ist, dafür einen Nerv von MANATNET trifft: Der Datenschutz hat für MANATNET überragende Bedeutung, was nicht zuletzt dadurch deutlich wird, dass wir alle Daten über Verisign-Technologie sichern. Meines Wissens macht das kein anderer Provider im deutschen Markt. Entsprechend klar fiel meine Antwort aus:

Zitat Anfang

„Weil für MANATNET der Datenschutz eine überragende Rolle spielt, respektiere ich Ihre Sorgen, vielleicht sogar Ängste – jedoch ist dies, sehr geehrter Herr Interim Manager, inhaltlich eine komplette Fehleinschätzung Ihrerseits: Weder stellt MANATNET einen „Umweg“ in Richtung Datenschutz-Verletzung durch Dritte dar, noch können Ihnen erhebliche Nachteile – welcher Art auch immer – entstehen. Ich bin hier ganz offen zu Ihnen: Sollten Sie diese Ansicht gegenüber Dritten offen äußern, würde ich das als Verleumdung betrachten und dagegen vorgehen.

Wenn Sie sich einmal sachlich mit Twitter, Facebook und Xing beschäftigen, dann werden Sie feststellen, dass es dort um MANATNET geht – und nicht um die Interim Manager oder gar um Sie persönlich. Twitter, Facebook und Xing dienen allein dazu, neue Kunden auf manatnet.com zu leiten. Nichts anderes macht Google seit Jahren.“

Zitat Ende

Wie stets, nehmen wir solche Feedbacks zum Anlass, alles noch einmal in Frage zu stellen. Nach einer Woche intensiven Diskussionen – anders als der Interim Manager vermutet hat – steht fest: Wir halten an unserer Strategie fest.

Gestern las ich – wie zur erneuten Bekräftigung – dies (Quelle: Michael´s Evernotes von Michael Wolf):

Zitat Anfang

„Dass ohne soziale Netzwerke im B2B-Bereich nichts mehr geht, belegen beispielhaft zwei neue Studien. So hat der B2B Online-Monitor 2011, erstellt von der Agentur für digitale Kommunikation Die Firma GmbH, Folgendes ergeben: In den kommenden drei Jahren dürften Social Media-Kanäle zu einem wesentlichen Baustein in der Kundenkommunikation werden. Beim B2B-Einsatz von Online- und Social Media Kommunikation steht aus Marketing-Sicht die Steigerung der Produkt- und Markenbekanntheit im Vordergrund, gefolgt von einer besseren Platzierung in den Suchmaschinen, eine Verbesserung des Images, sowie Vertriebsunterstützung und Neukundengewinnung. Bei den Kanälen liegen Xing, YouTube, Twitter und Facebook klar vorne. Eigene Kanäle sowie Webinare, Blogs, Foren, Podcasts und Videocasts spielen eine eher untergeordnete Rolle.“

Zitat Ende

In einem anderen Leben durfte ich professionelles Coaching genießen, das der Daimler-Konzern damals finanzierte – wofür ich noch heute dankbar bin. Einen Satz meines Coaches werde ich mein Leben lang nicht vergessen:

„Sie sind ein derart innovativer Mensch! Daraus folgt – und damit werden Sie umgehen müssen: Sie werden viele Mitmenschen erschrecken.“