Friday, August 27, 2010

MANCHMAL KOMMT ABER EIN BISSCHEN FRUST DURCH

Foto: Tierisch wütend - Fotograf: Nikonlaus - 'Tierisch wuetend'So kommentierte ein geschätzter Interim Manager meinen Blogeintrag vom vergangenen Freitag: Mit dieser Empfindung ist er nicht ganz allein.

Völlig klar: Ich schreibe mein Blog aus ganz persönlicher Sicht. Dies war die Grundsatzentscheidung im Jahr 2007, als ich folgende Fragen beantworten musste: „Warum, zum Teufel, soll das jemand lesen? Wie setze ich mich von den unsäglichen Internet-Tagebüchern selbsternannter Lehrmeister („How to …“) ab? Und vor allem: „Wie halte ich das durch, ohne dass mir die Ideen ausgehen?“ Der kritische Leser erinnert sich: „Blog“ ist eine Wortbildung aus den Begriffen „Web“ und „Log“. Und jeder, der jemals Raumschiff Enterprise gesehen hat, weiß, dass ein Logbuch zumindest einen Eintrag täglich erwartet – ebenso, wie das deutsche Tagebuch: Anderenfalls hieße es Wochen-, Monats- oder „Wenn-ich-mal-Zeit-hab´“-Buch.

So gesehen bin ich mit meinem Blog ein wenig hinten an – freitags, einmal in der Woche. Aber es hat sich gezeigt, dass das Interim-Geschäft dafür immerhin genügend Stoff liefert. Und, ganz ehrlich, das überrascht mich noch immer ein wenig.

Woran liegt das? Das liegt daran, dass ich nicht darüber schreibe, wie das Interim-Geschäft sein soll – oder gar wie ich es mir wünsche: Sondern wie ich es erlebe.

Als Provider, aus meiner ganz persönlichen Sicht. Offen und ehrlich. Und, ich gebe es an dieser Stelle zu, meine Offenheit wird wie ein zu leistungsstarkes Aggregat „abgeregelt“: Öfter als man glauben möchte, greift dieses „xxx-Cap“: „Das kannst Du nicht schreiben!“, „Das wäre ein Angriff!“ oder „Das klingt larmoyant!“ sind die populärsten Riegel, die ich mir vorschiebe.

Alles andere ist dann, wie es ist. Soweit ich weiß, ist es das, was meine Leser schätzen. Und zum Interim-Geschäft, das ich erlebe, gehört halt auch:

Manchmal kommt ein bisschen Frust durch.

Friday, August 20, 2010

NICHTS IST UNWICHTIGER ALS MEIN BLOG

Copyright by Gaetano GroßNun ist es mir tatsächlich passiert! Seit September 2007 schreibe ich meinen Blogeintrag, der sich schnell zu einem „lettre fixe“ am Freitag um 15.00h entwickelt hatte - eine Art freitäglicher Regelprozess in der Kommunikation nach außen.

Gleichgültig, ob dieser Freitag auf einen Brücken-, Feier- oder Festtag fiel: Mein Blogeintrag kam selbst nach einem Kurzurlaub auf der Intensivstation im vergangenen Jahr – und nun dies!

Am vergangenen Freitag habe ich keinen Blogeintrag veröffentlicht - und bis Montag hatte ich fünf Mails erhalten mit der Frage, ob mir etwas zugestoßen sei.

Nein, alles war gut, sogar sehr gut!

Meine Frau und ich haben langjährige Freunde in Berlin besucht, die wir lange nicht gesehen, ja, wohl auch schwer vernachlässigt hatten. Prompt fingen wir uns ein „Eigentlich hatten wir Euch abgeschrieben ein.“ Gute Freunde sind offen zu einander.

Und dann haben wir ausnehmend schöne Tage in der schönsten Stadt Deutschlands verbracht. Und es fiel eine Entscheidung, wenn auch nur für ein Wochenende:

Nichts ist unwichtiger als mein Blog.

Friday, August 06, 2010

KANN ICH ALLES – STEHT NUR NICHT IM LEBENSLAUF!

Fotograf: (c) Katjusch - 'Dancing'Es sind Tage wie diese, die mich röchelnd niedersinken lassen ob der Naivität mancher Geschäftspartner:

Ein Kunde hat eine ganz spezifische Anforderung an einen Kandidaten, den er für sein Projektmanagement im IT-Betrieb sucht. Wieder einmal. Und davon weicht er kein Jota ab. So auch in diesem Fall.

Da wird es dann mitunter eng - auch unter 950 Interim Managern bei MANATNET, zumal der einzige, laut Datenbank verfügbare und vom Kunden favorisierte Interim Manager wieder einmal „grad gestern einen neuen Projekt-Vertrag unterschrieben“ hat. So auch in diesem Fall.

Dann fragen wir regelmäßig, ob uns die Interim Manager bei MANATNET helfen können. So auch in diesem Fall.

Innerhalb von weniger als 48 Stunden liegen uns viele qualifizierte Antworten vor – und auch Hinweise auf Kandidaten, die in Frage kommen können. Das beeindruckt mich jedes Mal aufs Neue. So auch in diesem Fall.

Und weitere Hilfegesuche gehen hinaus in alle Welt, weil unsere Interim Manager nicht mehr kontrollieren können, ob (und an wen) die von ihnen selbst angesprochenen Kontakte unseren Hilferuf weiterleiten.

Als Ergebnis kommen mitunter daraufhin die tollsten Lebensläufe hier an. So auch in diesem Fall.

Nicht nur aus Höflichkeit und nicht nur aus Respekt unseren Interim Managern gegenüber rufe ich dann an: Ich könnte ja auch etwas völlig falsch verstehen. So auch in diesem Fall.

„Sagen Sie, wenn ich Ihren Lebenslauf lese, dann fallen die Begriffe Sales, Vertrieb und Business Development. Unser Klient sucht aber den ‚Hard-Core-Projektmanager“ für den IT-Betrieb, erfahren mit 24h/7Tage, 1st to 3rd-Level-Support und erfahren an der Schnittstelle zu internen Entwicklerteams.“

Antwort: „Kann ich alles: Steht nur nicht im Lebenslauf!“