OPTIMIST - PESSIMIST - REALIST
Oft werde ich kritisiert. Oft wird mir vorgeworfen, ich sei ein Pessimist. Ich halte mich tatsächlich eher für einen Optimisten, ganz sicher aber mehr für einen Realisten.
Ich beobachte genau, lese viel, höre meinen Kunden zu und bilde mir dann meine eigene Meinung: Nicht immer entspricht sie dem Mainstream.
Und so hatte ich bereits im Juni des vergangenen Jahres, geglaubt, erste Anzeichen für ein schwieriges wirtschaftliches Umfeld entdecken zu können.
Schwarzmalerei! Diplomierter Pessimist! Das war das Mindeste, was ich zu hören bekam. Inzwischen weiß jeder, wie sich die Wirtschaft seitdem entwickelt hat.
Nun gibt es wieder einen Mainstream in diesem Lande. Und offenbar einen Wettstreit: Wer liefert die schlimmsten Horrorzahlen? Alles ist furchtbar und es wird noch furchtbarer. Deutsche Unternehmen zum großen Teil in der Schockstarre!
Heute, und genau heute, hat das Ifo-Institut zum ersten Mal seit vielen Monaten seinen Index veröffentlicht, der sich verbessert hat gegenüber dem Vormonat.
Ein junges, anfälliges Pflänzchen, ich weiß!
Aber es ist nicht wegzudiskutieren: Erstmals wieder schätzen die Unternehmenslenker die wirtschaftliche Lage und ihre Zukunftsaussichten besser ein. Wenn auch nur wenig. Wenn auch von einer sehr tiefen Basis aus. Wenn auch erstmals, wo doch erst ein dreimal hintereinander verbesserter Index nach klassischer Lehre eine Trendumkehr anzeigen würde.
Ich persönlich messe dem aber eine sehr große Bedeutung bei! Warum? Schlechte Stimmung erschwert wirtschaftliches Handeln – gute Stimmung erleichtert es: Da bin ich dann doch ganz Optimist - sicher kein Pessimist. Und vermutlich wieder Realist.

Ein paar Gedanken zur Presse wollte ich niederschreiben. Vielleicht am nächsten Freitag: Wir stehen kurz vor Ostern!
Die ersten Mails sind da: Ob mir etwas zugestoßen sei, denn mein Blogeintrag sei noch nicht online.