Ich arbeite an der Weihnachtspost für die Interim Manager bei MANATNET, für die Kunden und Interessenten von MANATNET, für Freunde und Bekannte – und die Mitglieder der Familie, die ich in diesem Jahr an den Feiertagen nicht werde sehen können.
Ja, tatsächlich: Ich arbeite daran. Und ich höre sie immer wieder, so lange ich denken kann: Die Frage „Was schreibt man da?“
Diese Frage hat mich noch nie beschäftigt. Aber eine andere um so mehr: „Wie schreibe ich? Was passt gut zu uns, zu MANATNET, einem, wenn auch auf das Interim Management spezialisierten, Internet-Marktplatz?“
Recht früh habe ich die Entscheidung getroffen, dass ich grundsätzlich elektronisch schreibe, also per E-Mail – in vollem Bewusstsein, dass ich mich potenzieller Kritik aussetzen würde. Kritik, die da lauten könnte: Alles eine lieblose, elektronische Massenabfertigung auf der Grundlage einer Datenbank voller anonymer Bits und Bytes. Und das sei doch so gar nicht weihnachtlich.
Ich respektiere diese Kritik, jedoch trifft sie mich immer ein wenig. Denn: Nichts ist weniger eine Massenabfertigung als der Weihnachtsgruß von MANATNET.
Ich argumentiere nicht damit, dass ich grundsätzlich keine Texte verwende, die ein Dritter vorgedacht hat – und sei der Text noch so gut. Ich bekenne unumwunden:Es gibt derart gute Texte, dass ich mitunter vor Neid erblassen könnte!
Nein, ich entwerfe stets einen persönlichen Text für das jeweilige Jahr. Und in aller Regel versuche ich das Gleichgewicht zu halten zwischen Kritischem, Nachdenklichem oder gar Besinnlichem und dem Leichten, Positiven oder gar Humorvollen. Das ist mein herer Versuch, den Facetten unseres Lebens gerecht zu werden.
Natürlich sind alle Weihnachtsgrüße personalisiert. Darüber hinaus gibt es sechs unterschiedliche Textversionen für sechs unterschiedliche Gruppen von Empfängern (darf ich es wagen, von Zielgruppen zu sprechen?) – und für jede Gruppe gibt es stets zwei Versionen: Die Sie-Form und die Du-Form.
Und schließlich, wenn mein jahresendmatter Rechner, einer kulminierenden Höchstleistung gleich, alle Weihnachtsgrüße erstellt hat, ja, dann rufe ich unzählige E-Mails noch einmal auf und ergänze sie – manuell, also in des Wortes ursprünglichem Sinne – um ein paar nun dann doch ganz persönliche Worte. Oder ich ersetze ein „Sehr geehrter“ durch ein „Lieber Herr“ oder, ja tatsächlich, stelle dem Gruß ein „Ihr“ voran.
Alle Jahre wieder bin ich überrascht, wie viel Arbeit das ist, trotz aller technischen Unterstützung.
Alle Jahre wieder denke ich: Recht so! Ich verdanke vielen einiges, einigen viel und wenigen alles.
Und genau das ist es, was mir diese Weihnachtspost regelmäßig vor Augen hält. Und das ist dann doch sehr weihnachtlich für mich.
Alle Jahre wieder.