Friday, July 25, 2008

MOVING TARGETS IM INTERIM MANAGEMENT

Ich wäre wohl doch besser in die Toskana gefahren – so wie es mir Herr Voss am letzten Freitag geraten hat!

Viel Arbeit für die Kunden – unbezahlt, denn das ist der Regelfall im erfolgsabhängigen Interim- Geschäft.

Neun Interim Manager für einen wichtigen Kunden identifiziert. Absagen von vier Interim Managern eingefangen, die nicht verfügbar waren, obwohl sie das werbewirksam der Außenwelt am Marktplatz MANATNET verkündet hatten (Wir trauen der Verfügbarkeit zum nächsten Ersten längst nicht mehr und fragen inzwischen in jedem Einzelfall nach: So weit sind wir schon! Unter Profis.).

Dennoch: Fünf Interim Manager empfohlen und als Feedback vom Klienten erhalten: „Vier Kandidaten entsprechen unseren Anforderungen.“

Sommerliche Freude! Toskana in Baden.

Eine Woche später, nach dem ersten Gespräch, werden zwei Kandidaten abgelehnt. Okay. Knapp zwei Wochen später werden nach einem weiteren Gespräch die verbleibenden Kandidaten in der Endrunde vom Klienten abgelehnt, weil sie nunmehr eine Anforderung nicht erfüllen würden, die jedoch im Suchauftrag nicht einmal genannt, geschweige denn als KO-Kriterium bezeichnet wurde.

Sommerlicher Frust? Ich weiß nicht, ob das das richtige Wort ist…

Fakt ist: zurück auf Feld eins. Die ganze Arbeit von vorn.

Ich denke, die Kunden dürfen sich nicht wundern, wenn auf absehbare Zeit auch im Interim Management Retainer, also eine Pauschale vorab für die Kostendeckung, zum Standard werden wird.

Friday, July 18, 2008

EIN INTERIM-PROVIDER ZWISCHEN KUNDEN UND TOSKANA

Trotz meines Engagements für´s Interim Management. Ich gebe gerne zu: Ich würde gern für eine oder gar zwei Wochen in die Toskana fahren – oder auch nach Sylt. Beides sind meine Lieblingsziele: Aus Sylt brechen sturmbedingt ganze Dünen weg, ohne dass ich das mitbekomme – die Toskana hat mich seit sechs Jahren nicht mehr gesehen.

Nicht nur meine Mutter ermahnt mich regelmäßig: Du musst auch mal ausspannen. Recht hat sie!

Nur - was mache ich, wenn unsere Kunden grad jetzt anrufen und Interim Manager nachfragen? Interessanterweise Interim Manager für Qualitäts- und Projektmanagement.

Soll ich tatsächlich antworten: „Ich bin dann mal weg. Warten Sie bitte bis nach meinem Urlaub!“?

Sicher nicht.

Also, dann soll sich halt ein Vertreter um die Kunden kümmern. Aber meine Kunden haben mich angesprochen und möchten nicht mit einem Vertreter sprechen – und zudem: Wir sind Dienstleister und somit ist es unser Geschäft, für unsere Kunden da zu sein.

Eigentlich nicht weiter spektakulär, denke ich. Und vielleicht muss ich das an dieser Stelle mal sagen: Wir machen das gern – trotz aller Lockrufe aus den Hügeln der Toskana.

Aber die Toskana läuft nicht weg – und Sylt wird trotz steigender Meeresspiegel noch einige Zeit da sein: Hoffe ich.

Friday, July 11, 2008

MARKTPLATZ FUER INTERIM MANAGEMENT UND FEST- ANSTELLUNG

Seit über fünf Jahren betreiben wir Europas ersten und einzigen Marktplatz für Interim Management. Inzwischen – auch und vor allem Dank der Unterstützung unseres Partners Web-Media – hat unser Marktplatz ein ausgezeichnetes Ranking bei Google.

Dieses Ranking führt – und das ist der Sinn des Ganzen – zu deutlich steigenden Nutzerzahlen. Wie immer im Leben hat diese an sich positive und hart erarbeitete Entwicklung auch ihre Nachteile: So erhalten wir seit einiger Zeit und zunehmend Unterlagen von Bewerbern für eine Festanstellung.

Ich wundere mich darüber sehr. Denn unser einziger Text auf der Homepage lautet ‚MANATNET – Interim Management’. Und selbst, wenn man den Begriff ‚Interim Management’ nicht einordnen kann, dann hilft ein Klick auf ‚Wofür wir stehen’ weiter. Interim Management ist unser Kerngeschäft – Festanstellungen machen wir nicht.

Noch mehr aber wundere ich mich über die Tatsache, dass diese Bewerbungen praktisch ausnahmslos an ‚Sehr geehrte Damen und Herren’ adressiert sind.

Da möchten Menschen einen hochbezahlten Job über uns – unter 75.000 Euro geht da praktisch gar nichts – und sie wissen weder, was wir tun (und folglich kommen die Begriffe ‚Interim Management’ oder gar ‚Interim Manager’ in der Bewerbung nicht einmal vor) - noch, wie mein Partner oder ich heißen.

Und noch etwas: Weit über die Hälfte dieser Bewerbungen verwenden nach der allgemeinen Grußformel gebetsmühlenartig einen Aufbau in dieser Art, wobei die ersten fünf Wörter ausnahmslos gleich sind:

‚…mit dieser Bewerbung lernen Sie den kommunikationsstarken, zielorientierten und engagierten Generalisten der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit kennen. Nachweisbare Erfolge habe ich in den Bereichen Veranstaltungsmanagement, Informationsmedien und Pressearbeit insbesondere durch Organisationstalent, Kreativität sowie Hands on Mentalität erzielt…’

Ich konstatiere: Zielgruppe nicht sauber analysiert, Adressat unbekannt und immer wieder die gleiche Litanei zum Einstieg. Offenbar gibt es einen neuen Ratgeber am Markt: Zumindest der ist augenscheinlich erfolgreich.

Friday, July 04, 2008

MARKETINGAKTIONEN FUER INTERIM MANAGER AUSSER DER REIHE

So weit ich weiß, ist MANATNET der einzige Interim Management- Provider, der für einzelne angeschlossene Interim Manager besondere Marketingaktionen durchführt. In dieser Woche hat mich ein Interim Spezialist angesprochen und wir haben vor, eine solche Aktion durchzuführen.

Wir machen das gern - denn das ist Teil unserer Aufgaben für die Interim Manager - und immer dann, wenn der Interim Manager ein ganz besonderes Angebot hat. Ein Angebot, das selten, wenn nicht einzigartig am Marktplatz ist. Dabei hat es sich bisher zum Beispiel um einen Interim Spezialisten für Antikorruption oder einen für regional tätige Verlage gehandelt.

Am meisten jedoch machen wir so etwas für Interim Spezialisten im Umfeld der Unternehmensfinanzen. Auch wenn wir darauf bestehen, dass der Interim Manager unsere mit der jeweiligen Aktion verbundenen Kosten abdeckt: Warum genau tun wir das?

Wir tun das, weil diese Interim Spezialisten durch zahlreiche Referenzen nachgewiesen haben, dass sie für die Unternehmen Kosten in nennenswertem Umfang einsparen können – und wir reden hier immer über mehr als 100.000 Euro und das vollkommen ohne Personalabbau. Und: Diese Interim Spezialisten sind derart von sich überzeugt, dass sie ihr Honorar hochgradig am Erfolg ihrer Arbeit festmachen.

Möglicherweise ein wenig naiv erwarten wir am Ende einer solchen Aktion, dass sich unsere Kunden freuen über unsere Kundenorientierung und dass sie dankbar sind für den Hinweis. Immerhin kann man sich unternehmensintern profilieren. Und wir stellen uns für die nächsten Tage darauf ein, dass das Telefon nicht mehr stillsteht: „Hey, mit dem würde ich gern mal reden…!“

Kann es sein, dass es den meisten Unternehmen noch immer viel zu gut geht?