Friday, March 28, 2008

ES GING DOCH AUCH SO!

Ostern ist ’rum, der Schnee fällt – und was machen wir? Klar: Akquirieren! Auf Sparflamme zwar, denn die meisten unserer Gesprächspartner sind noch in den Ferien – aber immerhin!

Unsere Interim Manager wissen das: Wir akquirieren systematisch – und nicht opportunistisch. Und so fällt es mir auf, dass ein Unternehmen im September 2007 einen Marketing Manager gesucht hat – und nun erneut oder noch immer. Wie auch immer, ich greife in nachösterlicher Dynamik zum Telefon und erreiche mein Gegenüber und das folgende Telefonat findet statt:

„Hallo, ich bin Jürgen Becker von MANATNET. Sie suchen noch immer Ihren Marketing Manager – wie schon im September des vergangenen Jahres. Sie erinnern sich vielleicht: Ich hatte Sie bereits damals im September angeschrieben.“

„…..?“ - Stille.

„Ich hatte Ihnen damals Interim Management vorgeschlagen, ein smarter Weg, damit Sie Ihren Rekrutierungsprozess überbrücken können.“

„Interim Management ist für uns kein Thema!“

„Okay, verstehe. Aber sagen Sie mir bitte: Das ist jetzt ein halbes Jahr her und Sie stehen immer noch ganz am Anfang mit Ihrem Marketing Manager. Schafft das keine Probleme für Ihr Unternehmen?“

„Es ging doch auch so!“

Der Rest des Telefonates war gekennzeichnet durch Höflichkeiten.

Ich habe mein halbes Leben in Unternehmen gearbeitet, in denen jetzt die folgende Frage gestellt worden wäre: „Wenn es denn auch so geht: Wofür brauchen wir den Burschen dann überhaupt?“

Und ohne jede Ausnahme hätten diese Unternehmen das verantwortliche Management höflich ersucht („Would you please consider …?“), es doch nunmehr auf Dauer mal ohne zu versuchen ….

Friday, March 21, 2008

PAULAS OSTERHASE

Die meisten von uns sind in den Osterferien. Wir merken das nicht zuletzt daran, dass die Zugriffszahlen auf www.manatnet.com niedriger werden. Das ist in schöner Regelmäßigkeit der Fall: um Weihnachten, Ostern und Pfingsten, im Brückentag-Mai, in den Sommerferien, in den Faschingsferien, in den Osterferien, …

Aber mein Blog-Eintrag ist inzwischen eine lieb gewonnene Tätigkeit. Ganz ehrlich, denn es ist mein Anlass zur Selbstreflektion – auch und gerade am Karfreitag. Und obendrein ist heute ein guter Tag. Das liegt auch an Paula.

Die Bilder für mein Blog mache ich in aller Regel selbst. Aber für meinen Ostereintrag habe ich im Internet nach einem passenden Bild gesucht – und Paulas Bild „Osterhase“ gefunden: Ich liebe Paulas Bild - es ist einfach der Hammer! Ich habe Paula angeschrieben und um ihre Genehmigung gebeten, auf dass ich ihr Bild für mein Blog verwenden darf. Noch habe ich keine Antwort – und ich hoffe, ich stehe nicht vor einem vorösterlichen Problem in Sachen Urheberrecht. Aber sicher nicht mit Paula!

Und dann schrieb mir heute jemand bei XING – wir, die wir nicht in Ferien sind, tummeln uns an solchen Tagen oftmals bei XING:

„Hallo,

war natürlich eine super Idee, die Sie da mit MANATNET hatten. Gratuliere! Ich kann mir vorstellen, dass das riesig läuft. Wenn es das nicht schon gäbe, würde ich so was Ähnliches machen.

Frohe Ostern!“

You make my day! Heute ist ein guter Tag. Vielen Dank an meine unbekannte neue Freundin Paula und den neuen Kontakt bei XING! Ich wünsche Ihnen einen ebensolchen schönen Tag, morgen schönes Eierfärben und dann ein paar schöne Ostertage. Danach kümmern wir uns wieder um das Interim Management.

Ich wüsste gern, wie es Paula geht...

 

PS: Ich vergass den versprochenen Link auf die ersten (Vorab-) Ergebnisse aus der AIMP-Providerumfrage. Hier ist er: AIMP-PROVIDERUMFRAGE AUSZUG VORLÄUFIG

Friday, March 14, 2008

DR. AIMP - ODER DER SCHRECKEN DER GUTSHERREN

Frühjahr. Die Welt wird wieder dynamischer und farbiger. Die Veränderungen zum Winter empfinde ich immer wieder neu als dramatisch – im positiven Sinne. Neues wächst auf altem Grund – jung, frisch und unverbraucht: Meine liebste Jahreszeit!

Zudem stehen im Frühjahr regelmäßig die Ergebnisse der Providerumfrage des AIMP an. Vera Bloemer sammelt immer alle Umfrageergebnisse ein und stellt somit die Vertraulichkeit sicher, denn nicht jeder möchte, dass seine Antworten öffentlich werden – was ich im Übrigen respektiere.

Ich darf dann immer die ersten Entwürfe für die Präsentation machen – was ich im Übrigen sehr gerne mache: Erlaubt es mir doch, mich sehr früh und intensiv mit den Ergebnissen zu beschäftigen – und, natürlich, die konsolidierte Einschätzung mit unseren Antworten abzugleichen. Eine hochgradig spannende Übung!

Noch in jedem Jahr wurde der Fragebogen umfangreicher und aus meiner Sicht sind wir inzwischen an der Grenze des nebenbei Machbaren angekommen. Und ich habe scherzhaft vorgeschlagen, allen Teilnehmern an der diesjährigen Umfrage den Titel "Dr. AIMP" zu verleihen.

Auch – und vielleicht ganz besonders – geht das zurück auf die Tatsache, dass die AIMP-Mitglieder erstmals eine Struktur erarbeitet und offen gelegt haben, auf deren Grundlage alle Teilnehmer ihre Marktschätzung aufbauen.

Sicher, es wird sich wieder vortrefflich streiten lassen über die Ergebnisse. Und ohne jeden Zweifel werden wir das Eine oder Andere verbessern können oder müssen.

Aber wir werden nun den Kritikern die Frage stellen können: „Okay. Aber wie denn dann? Show me.“ Und im Ergebnis wird das dazu führen, dass die bisher üblichen Schätzungen nach Gutsherrenart dramatisch an Bedeutung verlieren.

Wir lieben das bei MANATNET: Überprüfbarkeit!

Ach ja: Am nächsten Freitag gibt´s den Link auf die Ergebnisse – spätestens!

Friday, March 07, 2008

NOERGELMANN - ODER VON SCHULFREUNDEN UND MUETTERN

Erst kürzlich sagte mir ein Schulfreund: „Ich bin mir nur nicht so sicher, ob der Blog mit dieser Ausrichtung strategisch so sinnvoll ist. Ich denke zwar immer, was ich sage, doch sage ich nicht alles, was ich denke... etwa über Kunden... oder über Termintreue.

Was wäre, wenn Deine Einlassungen als notorisches Nörgeln oder gar Jammern gegen Dich verwendet würden? Die den Blog lieben, hast Du sicher auf Deiner Seite... aber es geht eben um die, die Du interessieren und gewinnen möchtest!“

Ich gebe gern zu: Das hat mich zutiefst erschüttert! Aber dafür sind ja Schulfreunde da!

Ich werde also aufpassen, dass mein Blog sich nicht zur Beckerschen Freitagsnörgelei entwickelt. Dennoch, so fürchte ich, werde ich immer etwas mehr von dem preisgeben, was ich denke. So ein ganz klein wenig fühle ich schon als Weltveränderer. Deshalb mache ich ja auch solch einen neumodischen Kram wie MANATNET.

Meine Mutter ist im Übrigen auch erschüttert über mein Blog. Ihrem „Das kann ich kaum glauben!“ folgt aber stets ein „Ausdenken kann man sich soviel aber auch nicht. So kreativ bist auch Du nicht, mein Sohn!“

Schliesse ich also heute meinen Eintrag in bester Laune und mit einem Blick aus dem Fenster – in den strahlenden Sonnentag in Baden und baue ich das Foto ein, was ich schnell geschossen habe.

Es wird Frühling – kein Grund zum Nörgeln!

Da fällt mir ein: In den siebziger und achtziger Jahren gab es in der Zeitschrift „fotomagazin“ eine regelmäßige Kolumne: „Nörgelmann“. Der Autor, Alexander Borell, ist inzwischen leider verstorben. Er kritisierte damals Neuerscheinungen auf dem Kameramarkt. Es war der mit Abstand meistgelesene Artikel im Heft, viele lasen ihn als erstes, ja, es gab sogar richtige Fangemeinden. Und: Man konnte sich wunderbar über diese Artikel streiten – und jeder in der Szene sprach darüber …