Friday, January 25, 2008

WAS MACHT EIN PROVIDER, WENN ER NICHT MEHR WEITER WEISS?

(c) Gaetano Gross - BRANDAUER

Nein, er bildet keinen Arbeitskreis!

Es gibt Situationen, da hilft das beste Angebot am Marktplatz nicht: Die Skills sind nicht verfügbar – überhaupt nicht oder aber sie sind in einem anderen Projekt gebunden.

Was machen wir dann?
 
Wir haben vor langer Zeit entschieden, dass wir grundsätzlich immer erst die Interim Manager, die wir kennen, fragen, ob sie einen Kandidaten benennen können, der in Frage kommen kann.
 
Warum?
 
Damit die Interim Manager daran im Zweifel mit verdienen können – und wenn es auch im Extremfall nur eine Kiste besten Weins sein sollte. Erst wenn wir so nicht weiterkommen, fragen wir befreundete Interim-Provider. Davon stehen uns acht zur Seite, mit denen wir im AIMP sehr vertrauensvoll zusammenarbeiten: Es gibt einen Code of Conduct untereinander – und ganz sicher machen wir lieber ein Geschäft gemeinsam, als dass wir es aufgrund von Egoismen verlieren.
 
Was machen die Interim Manager bei MANATNET, wenn wir sie fragen? Der weitaus größte Teil nennt uns einen Kandidaten oder schreibt uns, dass er nicht helfen kann. Ich schätze das über alle Maßen: So arbeiten Professionals.
 
Was machen aber ein paar wenige andere Interim Manager? Die sprechen dann Provider an, die sie selbst kennen – und glauben tatsächlich, dass ein professioneller Interim Provider dann Kandidaten eben über diese Interim Manager an uns leiten würde. Sie tun das, obwohl ich ausdrücklich darum bitte, genau das nicht zu tun und selbstredend erwarten solche Interim Manager dann ein Entgelt vom angesprochenen Provider.
 
Dieses Vorgehen ist für uns und für die angesprochenen Interim-Provider ärgerlich, weil es unnötige Arbeit verursacht – vor allem beim angesprochenen Provider. Folglich lehnen die AIMP-Provider Anfragen inzwischen ab, die von Interim Managern kommen, wenn erkennbar hinter einer solchen Anfrage ein anderer Provider steht.
 
Das ist aus meiner Sicht einer der ganz entscheidenden Vorteile der AIMP-Provider: Wir sind inzwischen sehr gut untereinander verdrahtet.

Friday, January 18, 2008

REICHT DAS DIENSTLEISTUNGSANGEBOT DER INTERIM- PROVIDER AUF DAUER?

Seit weit über einem Jahr beobachten wir das Geschehen bei XING – vormals OpenBC.

Bei XING gibt es eine Unzahl von Foren, einige erscheinen sinnig, andere unsinnig. Tatsache ist – und nur das zählt: Jedes Forum hat Mitglieder und damit seine Nachfrageseite.

Wohl das größte Forum steht unter dem Titel ‚Freiberufler Projektmarkt’ und hat über 50.000 Mitglieder und dort schreiben Unternehmen Projekte für Freelancer aus.
 
Zugegeben, mit Abstand das größte Volumen (ich schätze an die 90 Prozent) kommt aus dem IT-Umfeld. Aber auch erste Interim Mandate werden ausgeschrieben.
 
Zugegeben, im Forum schreiben die Unternehmen das Projekt aus und warten darauf, wer sich meldet. Bei MANATNET wissen die Unternehmen, was sie benötigen und finden den richtigen Anbieter sofort.
 
Dennoch fragen wir uns: Was machen die Provider, was machen wir eigentlich, wenn das Geschäftsvolumen bei Xing wächst?
 
Kann unsere spezialisierte „Special Interest-Plattform zum Finden“ (MANATNET) gegen eine „General Interest-Plattform (XING) zum Suchen“ bestehen?
 
Was machen die Kunden, wenn Sie die Kandidaten über eine der beiden Plattformen gefunden haben?
 
Erfüllen Interim-Provider eigentlich die Erwartungshaltung der Kunden in vollem Umfang?
 
Erwarten Kunden weitere Dienstleistungen, von denen die Provider gar nichts wissen? Und wissen die Kunden möglicherweise noch gar nichts von den Dingen, die sie künftig erwarten werden?
 
Ich bin mir da völlig sicher: Hohe Margen abgreifen – allein dafür, dass ein Provider Kandidaten zu Verfügung stellt: Das wird auf Dauer nicht gut gehen. Das hat das Internet andere ‚Makler’ gelehrt und das wird auf absehbare Zeit der letzte teuer zahlende Kunde nicht mehr zulassen.
 
Bei MANATNET wird seit einigen Wochen intensiv vorgedacht …

Monday, January 14, 2008

NUR NOCH 12 PROZENT DER ARBEITNEHMER SIND HOCH ENGAGIERT

(c) Fab Four, Gaetano Gross

Meine Frau vertritt diese Meinung schon seit Langem: Nun wird sie offenbar bestätigt.

Eine Analyse des Gallup Instituts (veröffentlicht in der FAZ vom 5./6. Januar) - auf der Grundlage von mehr als 1.800 interviewten Arbeitnehmern - zeigt ein Bild, das mich sprachlos macht:
 
20 Prozent haben innerlich gekündigt (also jeder Fünfte) und 68 Prozent (also zwei von drei Mitarbeitern) machen nur noch Dienst nach Vorschrift.
 
Lediglich 12 Prozent gelten als hoch engagiert – also nur gut jeder Zehnte.
 
Zudem wird offensichtlich, dass der nach ‚Vorschrift dienende’ Anteil der Mitarbeiter über die vergangenen sechs Jahre praktisch gleich geblieben ist (2001: 69 Prozent). Im gleichen Zeitraum ist jedoch der Anteil der hoch engagierten Mitarbeiter (2001: 16 Prozent) praktisch um den Anteil abgesackt, um den die inneren Kündigungen zugenommen haben (2001: 15 Prozent).
 
Hochengagierte Mitarbeiter als Minderheit oder Randgruppe: Kaum zu fassen!
 
Vielleicht sollten die Unternehmen im Rahmen ihrer Fürsorgepflicht hin und wieder Interim Manager unterfüttern.
 
Ich kenne nicht einen einzigen Interim Manager, der ‚Dienst nach Vorschrift’ machen würde; aber ich kenne viele, die über die vertraglich vereinbarte Leistung hinaus arbeiten.
 
Und ich kenne keinen einzigen Interim Manager, der innerlich gekündigt hätte: Bei wem auch?

Friday, January 11, 2008

HERR BECKER, STOERE ICH SIE?

MANATNET ist ein Internet-Marktplatz – der Internet Marktplatz für Interim-Manager. 

Naturgemäß sind deshalb der Aufbau, die Ausrichtung und die Arbeit unseres Unternehmens sehr an der Technik des Internets orientiert.
 
Aber hier arbeiten richtige Menschen – und die verstehen sich als Dienstleister für die Interim Manager. Und deshalb gehen die auch ans Telefon: Versuchen Sie das mal bei Google...
 
Ich bin immer wieder erstaunt, wie oft ich zu Beginn eines Gespräches mit einem Interim Manager gefragt werde (Unternehmens-Kunden fragen das nie …):
 
„Herr Becker, störe ich Sie?“
 
Viele wissen das inzwischen – meine Antwort lautet regelmäßig: „Sie stören doch niemals! Es ist mein Geschäft, für Sie da zu sein. Was sonst sollte denn meine Aufgabe sein?“
 
Möglicherweise hängt hier etwas schief im Selbstverständnis einer vergleichsweise großen Anzahl von Interim Managern – oder im Verhalten des einen oder anderen Providers, vielleicht?
 
Kann mir mal einer sagen, wie wir Geld verdienen wollen ohne die Interim Manager?
 
Tatsächlich höre ich Interim Manager sich als „Kanonenfutter“ oder „Sklaven“ der Provider bezeichnen und die kritisieren, dass ein bisher partnerschaftliches Verhalten nunmehr der Politik des 'Maximierens der eigenen Provision' weichen würde.
 
Und ich kenne den einen oder anderen Interim Provider, der der festen Überzeugung ist, Interim Manager gäbe es genug.

Interim Provider auch.

Friday, January 04, 2008

MANATNET-BLOG ZU TEXTLASTIG?

Rund vier Monate haben wir inzwischen Erfahrungen sammeln können mit unserem Unternehmensblog.

Wir wünschen uns mehr Feedback direkt hier im Blog, denn bisher erfolgen die Reaktionen ganz überwiegend über Mail oder Telefon. Das ist in Ordnung, jedoch entwickelt sich auf diesem Weg aus dem Blog heraus eine bilaterale Kommunikation, an der die anderen Leser unseres Blogs – wöchentlich rund 150 – nicht mehr teilnehmen können.
 
Was finden die Leser gut?
 
Ganz offensichtlich die „Dinge aus dem Leben“, in denen der eine oder andere seine eigenen Erfahrungen wieder erkennt – und dann nicht mehr so sehr durch das nagende Gefühl gequält wird, allein ihr oder ihm würden solche Dinge auffallen oder gar widerfahren.
 
Was finden die Leser nicht so gut?
 
Unser Blog empfinden viele als zu textlastig. Wir greifen das auf und stellen ab heute ein Foto ein – das wechseln kann: Wir werden sehen.
 
Ich wünsche Ihnen einen tollen Start in das Neue Jahr.
 
Am Montag beginnt die Arbeit wieder – inoffiziell natürlich!
 
Ab Mittwoch werden sich alle in ihren Büros wieder zurechtfinden und wieder eingelebt haben…