Thursday, November 29, 2007

STUDIEN, STUDIEN UND NOCHMALS STUDIEN

An Studien zum Interim-Markt in Deutschland herrscht derzeit gewiss kein Mangel. Zusätzlich zu den etablierten Analysen von Heuse oder vom AIMP hat der DDIM nachgezogen - und auch weniger bekannte Namen tummeln sich inzwischen auf diesem Feld.

Ganz offensichtlich gibt es eine Nachfrage nach solchen Studien und diese Nachfrage gründet wahrscheinlich auf dem vergleichsweise hohen Grad an Intransparenz, der noch immer diesen Markt kennzeichnet.
 
Für mich sind zudem zwei Dinge bemerkenswert:
 
Erstens: Stets muss einer immer einen anderen fragen - Interim Manager, Provider oder sonst jemanden. Wir müssen niemanden fragen – wir haben diese Informationen jederzeit zur Verfügung. MANATNET analysiert - vierteljährlich - das tatsächliche Geschäft am Marktplatz und stellt diese Analyse allen registrierten Interim Managern zur Verfügung.
 
Zweitens: Inzwischen kosten die ersten Studien richtig Geld. MANATNET stellt die Analysen den registrierten Interim Managern kostenlos zur Verfügung – für die gesamte Laufzeit der Zusammenarbeit.

Saturday, November 24, 2007

AIMP-FORUM INTERIM MANAGEMENT IN STUTTGART - MANATNET-BLOG

Die AIMP-Veranstaltung gestern hat mir sehr gut gefallen: Viele Interim Manager als Teilnehmer, meine Kollegen vom AIMP, die ich schätze, gute Themen – Wa(h)re Interim Manager –, gute Gespräche und gute Fragen aus dem Plenum.

Ganz besonders eine Anmerkung aus dem Plenum hat mich enorm gefreut:
 
Der Interim Manager kritisierte ganz selbstverständlich unser Blog. Konkret: Ich würde doch viel Negatives schreiben, das einen Interim Manager eher erschrecke; und obendrein sollte der Interim Manager noch die „Hosen runterlassen“, womit mein Orakel gemeint war, dass in nicht allzu ferner Zukunft Videos neben oder sogar anstelle des Lebenslaufes zu Einsatz kommen würden.
 
Zahlreiche Interim Manager, die noch nicht bei MANATNET anbieten, suchten im Anschluss an diese Diskussion unseren Stand auf. Ich habe diese Gespräche genossen, auch wenn das Büffet dadurch für mich unerreichbar wurde – bis zum Niedergang.
 
Dies zeigt: Unser Blog wird gelesen und dient bereits nach gut zwei Monaten als Reibungsfläche.
 
Dennoch werde ich künftig ein wenig kritischer mit meinen Beiträgen umgehen. Nichts liegt mir ferner, als ein „negatives“ Blog zu schreiben: Ich schreibe ein ehrliches Blog!
 
„Du möchtest wissen, wie´s wirklich ist? Dann schau mal im Blog von MANATNET nach.“ Das ist es, was wir hier bei MANATNET erreichen möchten – und das verlangt halt hin und wieder Wahrheiten, die vielleicht auch mal erschrecken können.
 
Hochglanzbroschüren haben wir aber auch …

Thursday, November 22, 2007

PREISE, DIE NAECHSTE

In den letzten Wochen habe ich drei Informationen erhalten:

Über Dritte: Erste Interim Provider versuchen, die Provisionen zu erhöhen oder auch die Marge nach oben zu fahren, die sie zwischen dem Entgelt vom Kunden und dem Tagessatz an den Interim Manager verdienen.
 
Aus eigenem Erleben: Die Entwicklung, die sich seit einigen Monaten abzeichnete, dass in Grossunternehmen kein Weg mehr am Einkauf vorbei führt, nimmt an Fahrt zu. Und der Einkauf versucht, die Tagessätze massiv zu drücken – um mindestens 10 Prozent dessen, was ich bisher als marktüblich angesehen hatte. Zudem werden Zahlungsziele von 60 Tagen vorgegeben und schlichtweg nicht mehr verhandelt.
 
Aus eigenem Projektgeschäft: Im konkreten Fall haben es US-amerikanische Investoren kategorisch abgelehnt, für einen kaufmännischen Leiter (Vakanzüberbrückung für sechs Monate) mehr als 1.000 Euro zu zahlen und haben bis auf einen alle von uns vorgestellten Kandidaten somit abgelehnt. Das erklärte Ziel ist ein Tagessatz von 850 Euro.
 
Wir werden uns auf harte Zeiten einstellen. Auch in eigener Sache werden sich Interim-Provider mit Kostensenkungen, Restrukturierung, Prozessoptimierung und Lean Management beschäftigen - müssen.

Friday, November 16, 2007

MEETING MANIA IM INTERIM-GESCHAEFT

Mit der steigenden Popularität des Interim-Geschäftes steigt offenbar auch das Bedürfnis, Events auszurichten.

Die Interim Manager bei MANATNET haben das schon vor einem Jahr als „Meeting Mania“ und als Übungen zur Selbstdarstellung der Veranstalter kritisiert. Uns hatte das dazu bewogen, unsere Jahrestreffen zunächst einmal auszusetzen.
 
Die Kritik der Interim Manager ist nachvollziehbar: Diese Veranstaltungen kosten nicht nur Eintritt und Reisespesen, sondern – viel wichtiger – Opportunitätserlöse. Denn in aller Regel kostet die Teilnahme spürbar Zeit, die dann keinem Kunden in Rechnung gestellt werden kann.
 
Wann wird ein Interim Manager dennoch teilnehmen?
 
Wenn das Angebot der jeweiligen Veranstaltung den individuellen Aufwand aufwiegt.
 
Und da haben wir die Interim Manager als recht kritisch kennen gelernt. So entscheiden sich viele Interim Manager, ob sie die Großveranstaltung des AIMP oder des DDIM besuchen werden – keinesfalls aber beide.
 
Am besten für die Interim Manager wäre es doch, wenn sie auf solchen Veranstaltungen an potentielle Kunden oder, ein Traum, direkt an neue Mandate herankommen könnten.
 
Ein Schelm, der annimmt, irgendein Provider würde so eine Veranstaltung ausrichten.

Friday, November 09, 2007

UEBERRAGENDE ROLLE DES LEBENSLAUFS IM INTERIM-GESCHAEFT

Hin und wieder registrieren sich Interim Manager bei MANATNET und laden einen Lebenslauf auf den Marktplatz hoch, dass unsere abschliessende Qualitätssicherung zum reinen Vergnuegen wird. Und dann gibt es noch einige wenige Interim Manager, die moechten Idealerweise ihren Lebenslauf stets individuell auf das jeweilige Mandat und den jeweiligen Kunden masschneidern.

Auf der anderen Seite bin ich des Oefteren aber wirklich erschuettert, wie schlecht die Qualitaet einiger Lebenslaeufe ist, mit denen Interim Manager im Markt bestehen wollen.

Es gelten doch immer wieder die gleichen Regeln:

Wie kann ich erwarten, dass mir jemand einen hohen Tagessatz zahlt, wenn das Erste, was er von mir zu sehen bekommt, als lieblos gemachte Pflichtuebung daherkommt?

Wie kann ich annehmen, dass meine Grund- oder gar Volksschule fuer den Kunden in seiner Entscheidung wichtig ist, mich gegenueber einem anderen Kandidaten zu bevorzugen?

Wie kann ich annehmen, dass mich ein Klient fuer 'Grundkenntnisse' oder gar 'ausbaufaehige Kenntnisse', in welchem Feld auch immer, bezahlt?

Wie kann ich annehmen, dass mir ein Klient 'sichere Kenntnisse in allen Microsoft-Office-Programmen' abnimmt, wenn mein Lebenslauf auf den ersten Blick offenbart, dass ich nicht einmal die Formatierung innerhalb von Word beherrsche?

Wer in einem immer haerter umkaempften Markt bestehen will, wird seinen Lebenslauf als Verkaufsprospekt in eigener Sache verstehen und entsprechend in dieses Dokument investieren. Und ein Blick nach vorn legt die Vermutung nahe, dass selbst das auf Dauer nicht ausreichen wird: Es gehoert nicht viel dazu, sich vorzustellen, dass innovative Interim Manager bei MANATNET ihr persoenliches Video und Arbeitsbeispiele hinterlegen werden.

Ein tabellarischer Lebenslauf reicht aber bereits schon heute ganz sicher nicht mehr aus.

Friday, November 02, 2007

HOEHERE PROVISIONSSAETZE IM INTERIM-GESCHAEFT?

Erste Interim Manager berichten, dass Interim-Provider dazu uebergehen, hoehere Provisionen von den Interim Managern zu verlangen. Genannt werden 40 Prozent und wohl auch Versuche, noch mehr durchzusetzen.

Selbstverstaendlich kann man in einer Marktwirtschaft versuchen, die eigenen Gewinne zu maximieren - zumindest solange, wie der Markt das zulaesst.

Irgendwann werden sich aber die Marktteilnehmer fragen, weshalb die Provisionen von Interim-Providern steigen sollen - waehrend praktisch ueberall sonst Provisionen unter Druck geraten.

Irgendwann werden sich die Marktteilnehmer fragen, was sie mit solchen Provisionssaetzen eigentlich finanzieren.

Und irgendwann werden sich Interim Manager fragen, wer denn eigentlich die Mehrwerte in diesem Geschaeft schafft.

MANATNET beobachtet diese Entwicklung ganz entspannt: Wir berechnen 25 Prozent - oder sogar nur 15 Prozent, wenn ein Interim Manager fuer die Nutzung unseres Marktplatzes 55 Euro im Monat bezahlt. Aber darueber entscheidet allein der Interim Manager - und der Provisionssatz ist ihm (oder natuerlich: ihr) garantiert.

Ein paar Zahlen? Bei einem durchschnittlichen Projekt mit einem Tagessatz von 1.000 Euro und einer Laufzeit von sechs Monaten (und Vollauslastung) schlaegt sich der Unterschied in den Provisionssaetzen (von 15 Prozentpunkten) in einem Cashflow von sage und schreibe 18.000 Euro nieder.

Sicher ist: Diese 18.000 Euro kommen beim Interim Provider zusaetzlich an. Sicher ist auch: Ein anderer zahlt sie zusaetzlich - entweder der Kunde oder der Interim Manager.

Solange er es halt zulaesst.