Friday, October 26, 2007

UND SIE BEWEGT SICH DOCH - DDIM SCHLIESST REIN DIGITAL ANBIETENDE INTERIM-PROVIDER AUS

Im Rahmen seiner Rede anlaesslich der 3. IIMM (das Akronym steht fuer 'International Interim Management Meeting 2007') hat Herr Christophers, Vorstandsvorsitzender der DDIM darauf hingewiesen, dass die DDIM keine rein digital anbietenden Interim Provider als Mitglieder aufnehmen wird. Das ist sein gutes Recht, doch haette es dieses Hinweises, der im Wesentlichen gegen MANATNET gerichtet ist, gar nicht bedurft: Von Beginn an hat MANATNET die Mitarbeit, die 'Preferred Partnership' oder gar die Mitgliedschaft bei der DDIM abgelehnt. Denn: Die DDIM ist Dachgesellschaft Deutscher Interim Manager e. V. - zumindest nennt sie sich so. Was also soll ein Interim-Provider in einem Verein fuer Interim Manager?

Nun frage ich mich natuerlich: Was treibt die DDIM um, dennoch erneut und so klar vor allen Gaesten gegen 'die' digital anbietenden Interim-Provider Front zu machen? Denn erfahrungsgemaess gibt es fuer alles einen Grund.

Ich gebe zu: Ich weiss es nicht. Und es ist mir letztlich auch egal.

Im Geiste Galileis sind wir bei MANATNET davon ueberzeugt, dass in einem freien Markt die Interim Manager und die Kundenunternehmen entscheiden werden, was fuer sie richtig ist und was nicht - ganz sicher aber nicht die DDIM oder gar ihr Vorsitzender.

Rund 500 Interim Manager und gut 510 Kundenunternehmen finden das, was MANATNET tut, offenbar recht gut: Warum sollten sie sonst acht bis zehntausendmal im Monat auf unsere Datenbank zugreifen?

Vielleicht hat es aber auch nur damit zu tun, was ein Interim Manager im September schrieb: 'Die Art der von MANANET dargebrachten (fuer beide Seiten nuetzlichen) Transparenz, uebertrifft bei weitem alles im Markt Existierende. Vielen Dank !!!'

Nicht ueberall ist Transparenz gern gesehen - auch wenn das Wort insgesamt sechsmal auf der Site der DDIM vorkommt.

Saturday, October 20, 2007

INTERIM MANAGEMENT NICHT AUF DEM RADARSCHIRM DER PERSONALER

Gestern rief eine Interim Managerin an. Fachfrau fuer Personal, Schwerpunkt Change Management und Personalentwicklung. Interessierte sich fuer eine Zusammenarbeit mit MANATNET. Ein ausgesprochen angenehmes Telefonat und mit gut 42 Minuten Dauer vollkommen ungewoehnlich lang fuer mich.

Vieles aus diesem Gespraech hallte lange nach, aber ganz besonders ihre Aussage als Personalerin:

'Viele Personaler haben das Thema Interim Management gar nicht auf dem Radarschirm!' Das sei hochgradig verwunderlich angesichts der offensichtlichen Vorteile, die Interim Management biete.

Ist das moeglich? Ich zweifele nicht daran.

Seit dem vergangenen Juni und der erneuten Kritik von Seiten der Personaler, die Interim Provider wuerden sich nie bei den Personalabteilungen sehen lassen, akquiriert MANATNET systematisch in der Zielgruppe 'Personalabteilungen'. Die Response-Quoten liegen ueber Null: Allerdings mathematisch kaum noch darstellbar.

Friday, October 12, 2007

SOFT-SKILLS ALS SCHLUESSEL ZUM ERFOLG



In dieser Woche haben wir eine unschoene Erfahrung gemacht: Zwei hochkaraetige Kandidaten wurden nacheinander vom Klienten abgelehnt, obwohl sie fachlich ohne jeden Zweifel in der Lage gewesen waeren, das Mandat zu stemmen.

Warum hat dann der Klient die Kandidaten abgelehnt?

Aus dem Feedback des Klienten schliessen wir, dass der Klient sich nicht gut aufgehoben feuhlte - und zwar bei beiden Kandidaten nicht.

Im ersten Fall war der Kandidat nicht 'ueberzeugend genug' - im zweiten Falle hatte der Kandidat 'keine Fragen gestellt und schon alles gewusst, was zu tun ist'.

Nichts liegt mir ferner als dem Klienten oder den Interim Managern so etwas wie Schuld fuer dieses Scheitern zuzuweisen. Aber uns vielleicht?

Haben wir die Interim Manager wirklich gut genug gebrieft? 'Natuerlich', lautet die Antwort, die wir uns selbst geben. Aber ein unterschwelliges Zweifeln bleibt.

Wir erinnern uns an die Lehrbuecher: Emotionale Kriterien beeinflussen den Entscheidungsprozess weitaus staerker, als man denken moechte. Wir werden den Softskills noch mehr Aufmerksamkeit widmen - muessen.

Friday, October 05, 2007

ANALYSE DER TAGESSAETZE BEI MANATNET

Es dauerte keine 24 Stunden, bis unsere Analyse der Tagessaetze der Anbieterseite bei MANATNET ueber einen unbekannten, aber registrierten Interim Manager bei einem unserer geschaetzten Wettbewerber gelandet ist.

Dieser Wettbewerber verwendete dann – völlig unkommentiert – unsere Analyse für seine Diskussionen mit einem anderen Interim Professional, der aber auch bei MANATNET registriert ist. Grotesk.

Mein erster Reflex: Und aergern, und aergern, und aegern … (frei nach Otto Waalkes).

Mein zweiter Reflex: Unterdrueckte Freude. Muss doch der Wettbewerb schon auf die Transparenz MANATNET als externem Dritten zurueckgreifen, weil er vergleichbare Daten intern, im eigenen Unternehmen nicht verfuegbar hat.

Mein dritter Reflex: Ausgepraegtes Wohlfuehlen ob dieses sicher ungewollten Ritterschlags!

Monday, October 01, 2007

UNSER GESCHAEFT IM SEPTEMBER

Der September war gekennzeichnet durch eine sehr hohe Anfrage nach Interim Managern – die Urlaubszeit ist vorbei. Nicht alle sind ernst gemeint, nicht alle Kunden wissen genau, was sie wollen und einige haben Preisvorstellungen, die ans Absurde grenzen.

Aber offenbar nimmt der Wettbewerb neue Facetten an, aus meiner Sicht eine bedenkliche Entwicklung:

Offenbar werden von den Kunden inzwischen Anfragen an den Providern vorbei im Markt gestreut – und an alle Partner der jeweiligen Kunden weitergegeben, die auch nur an irgendeiner Stelle mit dem Kundenunternehmen zusammenarbeiten.

So kommt es dann, dass um 12h bei Xing ein IT-Dienstleister „für einen Kunden einen Interim Manager für Finanzen“ sucht und die gleiche Ausschreibung am gleichen Tag von einem anderen, vergleichbaren Dienstleister (jedoch vier Stunden später: man war halt nicht so schnell!) erneut auftaucht.

Ob das im Sinne des Klienten ist, wage ich zu bezweifeln.

Grotesk wird das Ganze, wenn dann beide Unternehmen MANATNET kontaktieren und um Hilfe bei der Beschaffung des Kandidaten ersuchen. Dem ersten Hilferuf kommen wir gern nach – dem zweiten schon nicht mehr.

Ein Einzelfall: Keineswegs! Eine vergleichbare Aktion wurde gestartet, als man einen „Fraud-Spezialisten mit fließenden Spanischkenntnissen“ suchte.

Das eigentlich Bemerkenswerte an dieser Geschichte ist etwas anderes: Offenbar glaubt jeder, er könne inzwischen im Interim-Geschäft mitmischen – egal, wie weit weg er davon bisher operiert hat. Und: Erste Kunden akzeptieren das offenbar.